Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Ohrenkerzenbehandlung

 

Eine Ohrenkerzenanwendung empfiehlt sich besonders bei leichten Ohr- und Atemwegserkrankungen, bei Erkältungen und ist für den lymphatischen Rachenring, äußeren Gehörgang und der Behandlung der Nasennebenhöhlen von Bedeutung.

Die Ohrenkerzenbehandlung kann auch für die Entspannung und zur Erholung bei emotionalen Ungleichgewichten sorgen. Sie wirkt entspannend bei stressgeplagten und nervösen Menschen.

Wirkungsweise:

Während der langsamen Verbrennung entsteht ein leichter Unterdruck (Kamineffekt) im Ohr, der eine spürbare Druckregulierung und ein befreiendes Gefühl im Bereich von Kopf, Stirnhöhlen und Ohr bewirken kann. Die angenehme Wärme, während des Abbrennens der Ohrkerze, regt die periphere Durchblutung an.

Ebenso können die Ohrkerzen die Auswirkungen von Stress und Nervosität ausgleichen und wohltuend schmerzlindernd wirken.

In der Praxis werden je nach Beschwerde Bild unterschiedliche Kerzen verwendet. Z.B. Ohrenkerzen mit dem ätherischen Öl des Propolis oder Lavendels.

Auch Körperkerzen können zum Einsatz kommen und werden auf Akupunkturpunkte am Körper gesetzt.

Entspannung:

Ohrkerzen können auch zur reinen Entspannung angewendet werden. Sie wirken emotional zentrierend.Die Wärme und die ätherischen Öle beruhigen und entspannen auf ganz besondere Weise.

Während des Abbrennvorganges ist ein leises, angenehmes Rauschen und Knistern  wie bei einem Kaminfeuer zu vernehmen. Die dabei entstehende Wärme wird als angenehm und wohltuend empfunden. Wenn die Ohrkerze zu 2/3 abgebrannt ist, wird sie aus dem Gehörgang entfernt und gelöscht.

Danach wird der äußere Gehörgang mit einem Öl getränkten Tuch ausgerieben. Nun können Sie sich auf die andere Seite legen und das nächste Ohr wird behandelt.

Es werden immer beide Ohren behandelt.Es folgt eine ca. 20 Minuten dauernde Nachruhzeit, in der Sie von sanfter Entspannungsmusik begleitet werden.Die Dauer der Behandlung mit Ohrkerzen beträgt insgesamt ca. eine Stunde und ist vollkommen schmerzfrei.

 

Den historischen Ursprung der Herstellung und Verwendung findet man bei den HOPI Indianern, der westlichsten Gruppe der Pueblo Indianern, die im nordöstlichen Arizona, inmitten eines Reservates leben. Von dort wird der Begriff „Ear Coning“ überliefert, was soviel bedeutete wie Ohr und kegelförmig, also eine kegelförmige Wicklung (aus Blättern), die im Ohr zur Anwendung kommt.

 

Ohrkerzen werden nicht eingesetzt bei:
perforiertem Trommelfell und implantierten Paukenröhrchen , bei eitrigen oder hochentzündlichen Prozessen, bei Hauterkrankungen im Ohrbereich und im Gehörgang,allergischen Reaktionen auf die Inhaltsstoffe.

Die ca. 20 cm langen und innen hohlen Ohrkerzen bestehen aus einem dünnen gerollten Leinenstoff, der mit einer Mischung aus Bienenwachs, Honigextrakten und/oder pulverisierten Kräutern wie z. B. Salbei oder Kamille getränkt ist.

Dem auf der Seite liegenden Patienten wird die Ohrkerze außen auf den Gehörgang gesetzt und dann am entfernten Ende angezündet. Während der gesamten Behandlung ist der Therapeut anwesend und hält die Ohrkerze.

Ohrkerzen sind nicht zur Selbstanwendung geeignet.